Bericht der Arbeitsgruppe "Grundlagen"
Patinnen und Paten der Gruppe: Ingeborg Lüdeling, Marko Pogacnik, Eike Hensch
Die Themengruppe "Grundlagen“ setzte sich mit der Frage auseinander, was das Wesentliche der Geomantie ausmacht, ob den verschiedenen Richtungen innerhalb der Geomantie etwas Gemeinsames zugrundeliegt. Definiert sich Geomantie anhand von Methoden – der Art und Weise, wie wir wahrnehmen und arbeiten –, oder sind es weniger die Methoden, sondern ethische Werte in Bezug auf die Beziehung von Mensch und Natur, die eine Arbeit zur geomantischen Arbeit werden lassen?
Die Gruppe sammelte viele Stichpunkte, die für alle Bereiche der Geomantie relevant sind, wie Heilung, Selbstfindung, Empathie oder ganzheitliche Wahrnehmung. All dies deutete darauf hin, dass Geomantie vor allem eine Haltung ist, mit der Menschen ihrer Welt begegnen. Es gehe darum, von der Erde zu lernen, ihre Zeichen zu lesen, ihre Stimme zu hören, mit ihr zu spielen, ebenso wie um eine Wiedergutmachung für die der Erde zugefügten Verletzungen und eine Wiederbelebung des Wechselspiels zwischen Mensch und Erde.
Geomantie sei ein Weg der Erkenntnis, der den Menschen zu Harmonie und Einklang mit Himmel und Erde bringen und eine Brücke zwischen dem Menschen und seinem Umfeld bauen kann.
Die gesammelten Aspekte wurden in einem nierenförmigen Diagramm gegliedert. (Ein Mausklick vergrößert die nebenstehende Abbildung.)
Zuoberst im Bereich "Heilwerdung" stehen die übergeordneten Ziele der Geomantie. Dazu gehören Gesundheit, Einheit, Einklang, Gleichgewicht und Freiheit von Mensch und Erde.
Links befinden sich Aspekte in Bezug auf den Bereich "Wahrnehmung“: ebenenübergreifende Wahrnehmung von Schwingungen, Fragestellung an den Ort, die Stimme der Erde hören und sie verstehen lernen und (kosmische) Weisheit ganzheitlich erfassen.
Rechts unten stehen die Ziele geomantischen Handelns: Kosmische Prozesse unterstützen und die Erdenergien zum Fließen zu bringen.
Diese beiden Bereiche werden verbunden durch Begriffe wie Brückenbau, Verbindung Mensch & Kosmos, Wechselspiel, Vernetzung und Resonanz. Sie sollen die Geomantie greifbar machen.
Den Nierenstein in der Mitte bildet die Geosophie, das Lernen von der Erde. Untrennbar damit verbunden ist die Erkenntnis, das die Erde ein Lebewesen mit Bewusstsein ist.
Eingefasst und gehalten wird das Ganze von vier ethischen Werten – der Liebe, der Achtung, der Demut und dem Mitgefühl.
Am zweiten Tag des Symposiums beschäftigte sich die Gruppe mit der Rolle und den Qualitäten des Geomanten bzw. der Geomantin. Dabei entstand das Bild eines Baums. Ein geomantisch tätiger Mensch steckt seine Wurzeln nach unten zum Wesen Erde und seine Äste nach oben zum Wesen Kosmos. Über seine Wurzeln bezieht sie bzw. er seine Erdung und das alte Wissen, während vom Kosmos neue Erkenntnisse aufgenommen werden. Das Wort "Geomant" in der Mitte des Stammes ist von unten nach oben geschrieben - der Stamm ist die Erde (Geo…), der Kosmos die Inspiration (…mant von "Mantik" = "Deutung"). Der Begriff "Resonanz", das Medium der Geomantie, ist quer über den Stamm geschrieben, weil Resonanz auf allen Ebenen stattfindet und keine festgelegte Richtung besitzt.